
In dem steilen Hang sollen einst Wildrosen gewachsen sein. Heute zählen einige Winzer an der Ahr zumindest bestimmte Parzellen zu den besten des Ahrtals!
Es wird vermutet, dass die Römer hier einst Kräuter angebaut haben, denn auf dem Weinberg herrschen im Sommer beinahe mediterrane Bedingungen. Es soll einer der wärmsten Weinberge im Ahrtal, wenn nicht sogar der wärmste Weinberg in der Weinregion Ahr sein.
In Kombination mit Schiefer, Quarzit-haltiger Grauwacke und Lehm liegen hier optimale Bedingungen vor. Dabei werden die Rebstöcke am steilen Hang größtenteils in Form von Terrassen aufgeteilt. Dies erleichtert die Bewirtschaftung auf dem Steilhang.
Die exzellenten klimatischen und geologischen Bedingungen ermöglichen in Kombination mit der Exposition des Steilhanges in einem nördlichen Breitengrad optimale Bedingungen zum Anbau von Spätburgunder. An dem Weinberg findet man beinahe ausschließlich diese Rebsorte. An diesem Weinberg wird extrem qualitätsfokussiert gearbeitet.
Dies macht sich insbesondere in sehr niedrigen Erträgen die von rund 7000 Litern bis zu weniger als 2000 Litern pro Hektar reichen können. Damit liegt man sehr weit unter den durchschnittlichen Erträgen des Weinbaus in Deutschland. Auf diese Art und Weise bewirtschaftet auch die Weinmanufaktur Heiner aus Dernau den Walporzheimer Kräuterberg.
Da es im Kräuterberg auch in kühleren Jahren immer noch warm ist und sich die Einzellage auch gegenüber Wetterschwankungen recht resistent zeigt, können dort Jahr für Jahr beste Qualitäten erzeugt werden. In kühleren Jahren fallen die Rotweine lediglich etwas leichter aus.
Die Weine dieses Weinbergs „Walporzheimer Kräuterberg“ riechen intensiv aromatisch. Der blumige und fruchtige Duft kommt einem im Rotweinglas angenehm entgegen. Im Mund entfalten sich dezente Aromen von roten Früchten wie z.B. frische sowie reife Erdbeeren und Himbeeren.
Beim Probieren des Weins fallen gerade im Abgang die prägnanten Noten von Mineralen, Gewürzen, Salzen und Kräutern auf. Diese Aromen vermischen sich mit den Fruchtaromen, der Vanille vom Barrique-Eichenfass sowie den weiteren Aromen. Gerade bei jungen Jahrgängen werden die oft intensiven und dominanten Aromen von jungen und wilden roten Früchten samt ihrer Säure etwas gezähmt. Wenn man solche Rotweine trinkt erinnern sie etwas an das Gefühl einer nur dezent gesüßten Kräutermarmelade.
Rund um Bad Neuenahr-Ahrweiler und Walporzheim befinden sich zahlreiche Spitzenlagen, deren Spätburgunder und Frühburgunder Jahr für Jahr besser werden und die Granden der Weinwelt zu Enthusiasmus verleiten:

In dem steilen Hang sollen einst Wildrosen gewachsen sein. Heute zählen einige Winzer an der Ahr zumindest bestimmte Parzellen zu den besten des Ahrtals!

In der Antike ca. 200 bis 300 n. Chr. wurde hier Silber abgebaut. Heute befindet sich dort eine sehr gute Lage für Spätburgunder!

Die Gärkammer ist eine 0,64 Hektar große Kleinstlage inmitten des Kräuterberges. Diese „Parzelle“ befindet sich an einem äußerst günstigen Ort.
Weitere allgemeine Informationen zum bezaubernden Weinanbaugebiet des Ahrtals finden Sie wie folgt:
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz: Weinbergsböden in Rheinland-Pfalz — Steine, Böden, Terroir. ↩
Ahrwein e.V. & Landesamt für Geologie und
Bergbau Rheinland-Pfalz: Stein & Wein an der Ahr. Erschienen in LGB Nord.
Ambrosi, Hans & Breuer Bernhard (1992): Ahr Begleiter zu den Weinberg-Lagen Winzern und ihren Küchen.
Johnson, Hugh & Robinson, Jancis (2015): Der Weinatlas. Erschienen in Hallwag.
Apelt, Katja (2019): VDP.Grosse Lage The Book. Erschienen in VDP.Die Prädikatsweingüter.
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