Feld vorne; bunter Weinberg im Herbst dahinter; blauer Himmel oben

Siefersheimer Höllberg

Im Jahre 1532 wurde der Weinberg erstmals urkundlich erwähnt. Es war der „in der Hellen“. Der Ausdruck „Hellen“ bzw. „Hölle“ bedeutet „leicht geneigter Hang“. Tatsächlich weist dieser Hang eine leichte Steigung von 30 % auf. Er streckt sich von 150 Metern bis 220 Metern über dem Meeresspiegel. Der Weinberg ist windoffen nach Süden ausgerichtet. Oberhalb des Weinbergs wird er von einem Wald geschützt. Dort befinden sich denn auch die besten Parzellen. Mit 1.580 Sonnenstunden liegt dort die Durchschnittstemperatur bei knapp 11°C. Der Siefersheimer Höllberg ist einer der wärmsten Weinberge in der Umgebung, wobei gleichzeitig die Niederschläge mit weniger als 550 Liter pro Quadratmeter im Jahr sehr gering ausfallen.

Die Böden bestehen aus Rhyolith und sind arm an Nährstoffen, weshalb die Reben herausgefordert werden, alle Ihre Kräfte aufzubieten, um überhaupt Trauben hervorzubringen. Solche Trauben, konfrontiert mit derartig schwierigen Bedingungen, weisen nicht selten bemerkenswerte hohe Qualitäten auf, zumal das Weinbergsterroir unter Naturschutz mit einem reichen Wachstum seltener Pflanzen steht, wie z. B. den Felsenbirnen oder den Zwergmispeln.