Der Zeltinger Schlossberg bietet auch aufgrund der Klimaerwärmung immer interessantere Parzellen für die Herstellung von Moselwein.

Wirtschaft des Weins

Global weniger Wein aber zunehmender Weinhandel seit 1980

Abnehmende globale Weinproduktion, aber zunehmender globaler Weinhandel seit 1980

Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit kämpfen lokale Produzenten mit einem abnehmenden Weinkonsum im Inland. Während der Weinkonsum in Europa schon seit 1960 abgenommen hat, nimmt er in anderen Teilen der Welt wie z. B. Ostasien oder den USA ständig zu. Produzenten suchen daher vermehrt den Weg in solche Regionen.

Update: Gerade die Corona-Krise zeigt jedoch, dass es enorm wichtig ist bei der Vermarktung auf eine Diversifizierung zu achten. So konnten zum Beispiel viele Weingüter der Mosel und Ahr die Ausfälle beim Export und Vertrieb an die Gastronomie durch den gestiegenen Direktverkauf ausgleichen.

Sich verändernde Konsumgewohnheiten

Daneben stellen sich verändernde Konsumgewohnheiten eine weitere Herausforderung dar. Der globale Trend hin zu trockenen Weinen, stellt gerade deutsche Weingüter vor große Herausforderungen. Sie müssen ihr Portfolio anpassen und ihre Weine verstärkt auch bei sehr hohen Öchsle-Graden mit möglichst wenig Restzucker ausbauen. Dabei gilt es eine möglichst gute sensorische Qualität zu erreichen, was insbesondere die Balance von Alkohol, Säure und Restzucker betrifft. Aufgrund der Dominanz der französischen und italienischen Weinkultur, wecken in vielen Ländern Food-Pairing-Weine ein großes Interesse.