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Definitiv außergewöhnlich: Die Weinstrasse Adolph in Köln

Heute möchte ich Ihnen ein ganz besonderes Unternehmen aus der Wein-Branche vorstellen und zwar eines aus der Domstadt Köln, genauer gesagt geht es um die Weinstrasse Adolph. Ich hatte jüngst das Vergnügen mit dem Geschäftsführer Andreas Dünschede ein ausführliches Interview zu führen und bekam spannende Einblicke hinter die Kulissen der Weinstrasse, in die Welt der Wein-Direktimporte und die logistischen Abläufe, die hinter der Belieferung von Wein-Fachhändlern stehen – zudem wurden mir Einblicke gewährt, in die Philosophie, welche in der Weinstrasse jeden Tag aufs Neue gelebt wird.

Die Weinstrasse in Köln

Die Weinstrasse in Köln, besteht primär aus der Weinstrasse Adolph ( https://www.weinstrasseadolph.de ) einer bundesweit erfolgreichen Wein-Agentur, die über 400 Fachgroßhändler im ganzen Bundesgebiet beliefert und darüber hinaus aus einem dazu gehörigen Weinladen namens Weinstrasse Köln-Südstadt ( https://www.weinstrasse.koeln ) am Sachsenring 38 in Köln.

Weingeschäfte gibt es ja bekanntlich viele, besonders in einer Großstadt wie Köln, doch einige Weinläden stechen wahrlich hervor – dazu gehört definitiv auch die Weinstrasse im Kölner Süden an der Ulrepforte, einem geschichtsträchtigen Ort, wo nachweislich schon im 15. Jahrhundert Wein angebaut wurde. Somit stimmen schon mal alle örtlichen Grundvoraussetzungen um mit Wein zu handeln.

Interview mit dem Geschäftsführer, Herrn Andreas Dünschede

Herr Dünschede, stellen Sie doch einmal Ihr Unternehmen vor:

„Die Weinstrasse ist ein Familienunternehmen mit mehr als 50 Jahren Erfahrung im Weinhandel, bestehend aus einem erfahrenen und weinbegeisterten Team, welches in erster Linie spezialisiert ist auf Wein-Direktimporte von ausgewählten und exklusiven Weingütern aus aller Welt für den deutschen Fachhandel. Wir bieten beste Qualität zu besten Konditionen an und zwar direkt ab Weingut.

Darüber hinaus ist die Weinstrasse, wie bereits schon erwähnt, aber auch ein regulär geöffneter Weinladen an der Kölner Ulrepforte mit Parkplätzen direkt vor der Tür und für alle Weinliebhaber zugänglich, die hochwertige Weine zu fairen Preisen suchen. Das Ladengeschäft gilt mittlerweile als Geheimtipp in der Kölner Nachbarschaft, wo man sich kompetent und ausgiebig um die Kunden kümmert und diese gerne ausführlich und intensiv zu den jeweiligen Produkten berät.

In unserem Weinladen führen wir Weine aus aller Welt und verfügt über ein Sortiment aus über 500 Weinen, von guten Alltagsweinen bis hin zu hoch dotierten Grand Cru Weinen aus dem Bordeaux, aber auch Cremants, Champagner und zudem feine Spirituosen. So finden unsere Kunden die besten Weine aus Italien, Spanien, Frankreich, Australien, Argentinien, Portugal und Deutschland. Dabei bedeutet großartige Qualität nicht immer teuer, da Weine in allen Preisklassen und für jeden Anlass geführt werden. So kann man durchaus behaupten, dass man bei uns stets das richtige Produkt findet, sei es für Firmen-Events, Hochzeiten, Feierlichkeiten oder Geburtstage – kein Kundenwunsch bleibt offen.

Neben Weinverkostungen vor Ort bieten wir auch noch einen exzellenten Präsentservice an. So können sich die Kunden verschiedene, wunderbar und  individuell dekorierte Weinpräsente anfertigen lassen und zwar für jeden Anlass und jede Feierlichkeiten.“

Was mir aber bei der Weinstrasse besonders gut gefallen hat, ist das Bestreben nachhaltig zu arbeiten und zu handeln:

Aus tiefster Überzeugung handelt unser Unternehmen schon seit der Gründung umweltbewusst und nachhaltig. Daher beliefern wir zum Beispiel auch nur die Kölner Nachbarschaft und nicht die Außenbezirke, denn wir liefern ausschließlich nur mit unserem hauseigenen CO2-neutralen Lastenfahrrad aus, liebevoll „Wein-Taxi“ genannt. Dies ist aber nur ein kleiner Bestandteil des nachhaltigen Handelns der Weinstrasse Adolph. Die Weinstrasse widmet sich aktiv einem der größten Probleme unserer Zeit und versucht mit bewusstem und nachhaltigem Handeln einen sehr kleinen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen. Denn gerade im Handel durch den Versand entstehen meist enorm hohe CO2-Bilanzen. Dennoch können wir mit Stolz behaupten, dass schon sehr lange ökologisch sinnvoll gehandelt wird – und dies nicht als Marketing-Mittel, sondern wie schon gesagt, aus tiefster Überzeugung.“ so Andreas Dünschede, Geschäftsführer der Weinstrasse Adolph.

Fahrrad mit Flaschenkasten vor Weinladen der Weinstrasse Adloph GmbH

Ihr Unternehmen besteht seit über 50 Jahren und hat sich in dieser Zeit im harten Wettbewerb des Weinmarktes behauptet: Was sind Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Gründe dafür?

„Ich bin davon überzeugt, dass sich die Weinstrasse Adolph seit über 50 Jahren sehr erfolgreich auf dem Markt behaupten kann, weil wir stets beste Qualität zu sehr guten Preisen anbieten und nicht nur auf „Marken“ setzen. Es dominiert wirklich eine sehr strickte Ausrichtung auf ein sehr überzeugendes, ich würde sogar behaupten, auf ein überragendes „Preis-Leistungsverhältnis“ und nicht ein handelsüblicher Fokus auf bekannte Marken. Zudem herrscht ein ständiger Austausch und eine konstante Unterstützung „unserer“ Weingüter, mit dem Bestreben die Weinqualitäten stets weiter zu steigern bzw. zu optimieren.

 

Unser Kredo ist es, nicht jedem schnellen Trend nachzulaufen, sondern authentische und vor allem nachhaltige Weine anzubieten. Wir bei der Weinstrasse, sind davon überzeugt, dass dies ein Grund dafür ist, dass wir nach all den Jahrzehnten noch immer aktiv und sehr erfolgreich auf dem Markt mitmischen bzw. mitbestimmen.“

Was sind die Kernelemente, die Ihr Traditionsunternehmen heute auszeichnen?

„Qualität, Authentizität, Fairness.

Unser Ziel ist es, uns selbst und das eigene Sortiment stets zu optimieren. So sind wir nicht nur ein modernes Unternehmen, dem Fortschritt zugewandt, sondern wahren zugleich auch die Historie und Tradition der Weinstrasse. Teil unserer Überzeugung ist es, umweltbewusst und ökologisch vertretbar zu handeln und dabei besonders kleinere und familiäre Weingüter zu unterstützen, die ebenfalls der Nachhaltigkeit und kostenbewusst arbeiten. Darunter diverse Weinbetriebe, welche bio-zertifiziert und ökologisch anbauen. Wir verzichten bewusst auf Umwege und alles „Unnötige“. Kein Lager, kein Außendienst, keine Kompromisse. Der Kunde und die Umwelt profitieren.

Unser Ziel ist es Weine zu finden, bevor diese bekannt bzw. hoch ausgezeichnet sind und dem entsprechend teuer. Wir suchen stets authentische Weine, welche die Rebsorten, Region und das Terroir widerspiegeln und erfolgsversprechend sind. Zudem nehmen wir konstant Einfluss auf die Qualität und unser Sortiment.“

Eingang zum Laden der Weinstrasse Adolph

Derzeit befindet sich der Weinmarkt wieder in einer eher schwierigeren Periode. Viele Wettbewerber verlassen den Markt, auch weil der deutsche Weinmarkt für Preisfokussierung bekannt ist und Weinhändler oft wenig verdienen. Was ist daher derzeit entscheidend, um im Markt zu bestehen?

„Der Verbraucher kann erstaunlich gut ein tolles Preis-Leistungsverhältnis erkennen und lässt sich immer weniger von bekannten Namen blenden. Gerade in schwierigeren Zeiten ist der Kunde noch kritischer, wovon wir wiederum profitieren, weil wir seit Anbeginn auf ein exzellentes Verhältnis von günstigem Preis und bester Qualität gesetzt haben und sich dies konstant für uns auszahlt.“

Welche wichtigen Entwicklungen beobachten Sie derzeit im Weinmarkt, national und global?

„Wir beobachten eine immer weiter zunehmende Komplexität des Angebotes. Die Kunden verlieren die Übersicht. Wir sehen unsere Aufgabe darin eine Vorauswahl zu treffen, die Angebote zu sichten und die besten Produkte und Weingüter daraus auszuwählen und unseren Kunden zu empfehlen.“

Wie geht Ihr Unternehmen mit teilweise stark gestiegenen Logistikkosten um?

„Unser Kredo bei der Weinstrasse: Wir verzichten auf alles, was nicht unbedingt zum Geschäft gehört. Wir drucken keine Hochglanz-Broschüren, wir unterhalten keinen Außendienst und wir halten unser Unternehmen personell schlank. Wir sind quasi der verlängerte Arm unserer Lieferanten. Wir haben keine Agenturen und Vertreter und kein Lager. Das alles ermöglicht geringe Kosten.

 

Wir fokussieren uns voll und ganz auf Direktimporte ab Weingut. So können wir unseren Kunden exzellente Fachhandelsweine anbieten, die wir getreu unserem Motto ›Eigenimporte leicht gemacht‹ vertreiben. So können Sie wie beim Importeur bestellen, wir wickeln alles ab und Sie bezahlen den Direktimportpreis, den wir für unsere Fachhändler aushandeln.

 

Da wir mit unserem Model insgesamt sehr geringe Logistikkosten haben wirken sich die weltweit gestiegenen Logistikkosten nicht so stark auf uns aus. Wir machen ausschließlich Direktimporte, die gebündelt, also LKW-weise, für unsere über 400 Weinhandelskunden abgeholt und dann wieder gebündelt zugestellt werden. Dies ist extrem effizient und kostensparend.“

Die Weinstrasse Adolph ist auf Importe spezialisiert. Welche Weinregionen außerhalb Deutschlands sind Ihre persönlichen Favoriten? Welche Weinjahrgänge, Rebsorten und Weine aus diesen Jahrgängen würde Sie empfehlen?

„Ich persönlich habe keine Region die ich bevorzugen würde, ich mag alle Weine aus unserem Sortiment, sonst würden wir diese nicht führen.

Aktuell finde ich aus Italien besonders gut, unseren Barolo von Bonfante & Chiarle aus dem Piemonte sowie den Nero d´Avola COLOSI, den Primitivo ZENAS und den Rosso Toscano ATOS. Bei den Weißweinen den sensationellen Lugana NOASCA, der zu einem der besten von Luca Maroni gewählt wurde.

Aus Spanien begeistert mich am meisten unser Rioja Crianza von Vina Herminia und der Toro vom Star-Winemaker Javier Rodriguez der im Whiskeyfass ausgebaut wurde.

Bei den französischen Produkten finde ich aktuell besonders herausragend unseren Cotes du Rhone von Heritage und den Chateauneuf du Papes Clos de Oratoire sowie den Champagner Grand Cru von Hostomme und den Cremant von Ackerman.

Aus Portugal sind es die Weine und Portweine eines der besten Weingüter mit dem einprägsamen Namen MESSIAS. Gerade die Portweine passen jetzt perfekt in die Jahreszeit. Messias ist letztlich erst zum besten Portweinproduzenten Portugals gewählt worden und hat von Robert Parker für viele Produkte sensationelle 95, 96 und 97 Punkte erhalten.

Aus Argentinien ist mein Favorit ganz klar ZUCCARDI. Das Weingut hat gerade zum dritten Mal 100 Punkte für einen Wein erhalten und ist damit mit Abstand das beste Weingut Argentiniens. Aber hier macht es auch Spaß schon die „kleinen“ Preiswerten Malbecs zu probieren die einen nicht mehr loslassen.“

Vielen Dank Herr Dünschede, für dieses angenehme Interview.

„Ich habe zu danken. Ich möchte an dieser Stelle die Leser ermutigen, einmal unsere Webseite zu besuchen – dort posten wir stets aktuelle News und halten Sie über unser Sortiment auf dem Laufenden. Als Fachhändler können Sie uns jederzeit anrufen und sich auch Muster zuschicken lassen, für Privatkunden haben wir unser Ladengeschäft an der Ulrepforte in Köln, welches für alle zugänglich ist.““

Hinweis: Logo & Bilder wurden von der Weinstrasse Adolph zur Verfügung gestellt.

Eine Antwort

  1. Toller Beitrag. Ich komme aus Köln und kenne dieses Weingeschäft bzw. diesen Weinladen im Kölner Süden sehr gut. Das tolle ist auch, dass man kein Auto braucht (trotz Parkplätzen vor deren Tür) denn die Bahn hält direkt vor der Weinstrasse an der Station Ulrepforte. Top!

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Interviewer: Kenichi-Maximilian Pestemer / Max Pestemer

Für dieses Interview habe ich in Kooperation mit der Weinstrasse Adolph Fragen und Inhalte ausgewählt.

In Vinaet.de verwirkliche ich meine Passion für das Thema Wein und möchte Sie daran teilhaben lassen.

Weine probiere ich am liebsten blind, um unvoreingenommen zu sein. Riesling & Frühburgunder verzücken mich immer wieder.

Zusammen mit meinem Vater Richard Pestemer genieße ich die Besuche bei den Winzern vor Ort.

Durch die Landschaftsfotografien von Weinanbaugebieten drücke ich meine kreativen und künstlerischen Phantasien bezogen auf die Welt des Weines aus.

Ich freue mich über Ihr Feedback als Besucher. Schreiben Sie mir gerne an info@vinaet.de. An vielen Stellen habe ich das Besucher-Feedback schon einfließen lassen.

Kenichi-Maximilian Porträt im Garten Vinaet

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