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Stories – Weinwissen, Anekdoten und Geschichten

Terroir

Rund um das Kloster liegt der gleichnahmige Weinberg; Fluss; Mosel; Bäume; Terroir; bewölkter Himmel; Abend

Was ist Terroir?

Boden

Der Begriff entstammt ursprünglich dem lateinischen Wort „terra“. Dieses wird als Erde, Land, Kontinent übersetzt. Vereinfacht wird das französische „terroir“ als Boden übertragen. Gerade in Bezug auf Wein kann damit die umfassende Bedeutung des Begriffes jedoch nicht erfasst werden.

In mancherlei Hinsicht ist der Begriff Terroir, der bestimmende Begriff in der Welt des Weins! In anderer Hinsicht fehlt oft eine gemeinsam festgelegt Interpretation, es wird viel diskutiert, oder der Begriff an sich wird sogar in Frage gestellt. Mehr dazu werdet ihr in zukünftigen Blogeinträgen finden.

Skizze vom Wein-Terroir

Definitionen

Außerhalb des französischen Weinkosmosses definierte James E. Wilson in seinem Werk „Terroir“ den Begriff. Leeuwen und Seguin erweiterten die Definition: Terroir ist ein umfassender Begriff, der weit mehr umfasst als die Bodenbeschaffenheit. Er umfasst die gesamte Umwelt eines Weinberges und drückt sich in den sensorischen Attributen der Weine aus. Die Vielzahl der Einflussfaktoren besteht aus dem Klima, dem Boden, der Rebsorte, dem Menschen und deren Interaktion miteinander. 

Vereinfacht gesagt, beinhaltet Terroir demnach alle Einflussfaktoren des Weins sowie deren Interaktion miteinander und drückt sich später im Geschmack des Weines aus. Kramer legte den Schwerpunkt auf die zumindest ungefähr mögliche Verortung des Geschmacks „somewhereness“. Dadurch würden sich Terroir-Weine von solchen ohne jenes unterscheiden.

Von der alten Römervilla in Longuich hat man einen vorzüglichen Blick auf den Annaberg.

Terroir Weine

Terroirs können nach französischem Denken einzigartige Weine schaffen. Sie sind jedoch nicht einfach vorhanden. Damit sie die Produktion von Weinen ermöglichen, müssen sie oft erst Schritt für Schritt geschaffen werden. Winzer benötigen Zeit, um die richtigen Rebsorten und die richtigen Klone für die passenden Weingärten zu finden. Es gilt die passenden Bewirtschaftungsweisen in der jeweiligen Lage anzuwenden. In Europa war dies ein Prozess, der teilweise über eintausend Jahre gedauert hat. Dank des europäischen Know-Hows in Kombination mit moderner Technik ist es u.a. in Südamerika oder Neuseeland gelungen, diesen Prozess deutlich zu beschleunigen.

Mehr über Weinkultur und Terroir kann man in diesem Artikel nachlesen: Hier klicken.

Am Frauenberg ist es möglich mitten in den Berg hineinzublicken.

Schiefervielfalt an der Mosel

Dies ist eine sehr bunte Schiefer-Zusammensetzung von der Trittenheimer Apotheke.

Schiefervielfalt an der Mosel

An der Mosel gibt es eine Vielzahl an Schiefern. Diese sind grau, blau, rot, lila. Sie haben nicht nur unterschiedliche Farben sondern beeinflussen auch den Geschmack.

Grauschiefer

Auf der berühmten Wehlener Sonnenuhr wachsen die Reben auf grauen Schiefern.

Dieses Bild stammt von der Wehlener Sonnenuhr. Rieslinge vom Grauschiefer schmecken oft nach Zitrus, Apfel, Kernobst und tropischen Früchten. Gerade im Abgang ist eine deutliche Mineralität erkennbar.

Blauschiefer

Dieser Blauschiefer stammt vom Dhroner Hofberger. Der größte Teil des Hofbergers besteht allerdings aus Blauschiefer.

Gerade im mittleren Bereich des Dhroner Hofbergers findet man Blauschiefer. Hier hat er sogar lilane und orange Anteile. In der Regel ist das Geschmacksbild ähnlich dem Grauschiefer.

Blaugrauer Schiefer

Blaue und graue Schiefer sind für die Mosel typisch.

Blauer und grauer Schiefer finden sich oft gemischt wieder.

Blau-Rosa-Schiefer

Auf der Apotheke findet man allerlei Schiefertypen. Oben im Bereich vom Zummet findet man diesen blau-rosa gefärbten Schiefer.

Nahe Zummet auf der Trittenheimer Apotheke findet man eine eher seltene Ausprägung an der Mittelmosel. Dieser Schiefer ist blau und eisenhaltig. Daher stammt die rosane Farbe.

Ryolith und Rotes Konglomerat

Das Gestein des Ürziger Würzgarten besteht aus sogenanntem Rotliegendem

Dieser “rotliegende” Schiefer befindet sich nahe Ürzig und nahe Schweich. Er ist ebenfalls stark eisenhaltig. Dadurch erhalten die Riesling-Weine ein individuelle Mineralik.

Roter Saarschiefer

Am Wawerner Jesuitenberg findet man den typischen eisenhaltigen Saar-Schiefer.

Dieser Schiefer vom Wawerner Jesuitenberg hat so hohe Eisenanteile, dass er beinahe komplett rot ist. Dadurch entstehen etwas mehr kräutrige Aromen wie z.B. Rosmarin.

Kalkhaltiger Sandstein, Quarzit und Schiefer

Devonschiefer bei Dorf Neef an der Mosel

Dieser Schiefertyp erstreckt sich von Bremm bis Koblenz. Er hat rote, blaue, rote und lila Töne. Die Weine erhalten ein noch ausgeprägteres blumiges Bukett.

Schiefer der Mosel in der Wissenschaft

Wer mehr über die Entstehung der unterschiedlichen Schiefer wissen möchte, kann sich folgendem Artikel der Uni Trier informieren: Hier klicken!

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Knospenaufgang April 2019

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Knospenaustrieb im April 2019

Jedes Jahr im Frühling beginnt der Knospenaustrieb. Dieses Jahr gelang es mir, eine Fotoserie zu erstellen. Ihr könnt nachverfolgen, wie während des Osterwochenendes die Knospen ausgetrieben sind. Nachdem die Knospen austreiben, erblühte sie in Grün und Rosa. Allerdings werden die Reben auch frostanfälliger. Daher fürchten die Winzer jedes Jahr die späten Mai-Fröste. Diese können zu ungewünschten Ertragsreduzierungen führen und stellen Weingüter vor ökonomische Herausforderungen. 

Im Jahr 2019 hatte ich das Glück Tag für Tag die den Knospenaufgang zu beobachten; Knospenaufgang April 2019

(1) 25.04.2019 – Die Knospe ist verschlossen.

Hier ist die Knospe kurz davor sich zu öffnen.

(2) 26.04.2019 – Die Knospen weiten sich.

Am dritten Tag gingen die Knospen auf.

(3) 27.04.2019 – Die Knospen sind aufgegangen.

Am vierten Tag hatten sich die Knospen schon zu Blättern weiterentwickelt.

(4) 28.04.2019 – Die Blätter entfalten sich.

Auf diesem Bild kann man die jungen Blätter erkennen.