Von der Brücke aus blickt man auf den Strom der Mosel. Am rechten Ufer liegt der Weinberg Brauneberger Juffer. Am linken Ufer sind Wälder

Brauneberger Juffer

Der Ursprung des Namens "Brauneberger Juffer"

Der Name “Juffer” ist Dialekt und bedeutet „Jungfrau“. Der Namensursprung könnte im einstigen kirchlichen Besitz liegen, denn früher war dieser Weinberg im Besitz eines Nonnenklosters. Es gibt eine weitere Erklärung für den Ursprung  des Namens. Große Teile des Weinberges sollen in der Vergangenheit den Töchtern eines pfälzischen Kammerherrn gehört haben. Damals sollen die meisten Weine aus der Kellern der “Juffern” gekommen sein.

Steiler Südhang

Oberhalb dieses Südhanges befindet sich ein schützender Wald. Die Lage hat an einigen Stellen ein bis zu 80 prozentige Steigung. Auch der Schieferanteil beträgt bis zu 80 Prozent. Der Schiefer ist blau-grau und hat einen hohen Eisenanteil. Dies ermöglicht eine gute Wasserspeicherfähigkeit ohne eine erhöhte Gefahr von Staunässe.

Mikroklima und Boden

Durch dieses Kleinklima und die Böden entstehen Weine mit Aromen von Südfrüchten oder Kernobst. Der Eisenanteil des Schiefers bringt eine gewisse Würze mit sich. Beim Abgang lässt sich eine elegante Mineralität erkennen.

Nachbarschaft

Weine mit einer ähnlichen Charakteristik entstehen an der Brauneberger Juffer Sonnenuhr, in der Brauneberger Kammer, und auf dem Kestener Paulinshofberger. Die Juffer Sonnenuhr befindet sich am gleichen Hang wie die Juffer in den unteren wärmeren Parzellen nahe der Mosel. Dadurch entstehen dort etwas voluminösere Weine. Die Kammer liegt am oberen östlichen Rand der Juffer. Da die Kammer am windoffenen Hang liegt fallen die Weine etwas leichter aus. Der Wind kühlt den Hang dort oben und sorgt für geringere Reifegrade. An der Mosel unterhalb des steilen Hanges befindet sich außerdem eine alte römische Kelteranlage.

Sonnenuntergang über Dorf Brauneberg an der Mosel mit Juffer im Hintergrund