Der Abtsberg ist eine uralte Lage, die das Kernstück des Hangs darstellt.

Maximin Grünhäuser Abtsberg

Der Abtsberg ist von einer Mauer umgeben.

Geschichte

Im 19. Jahrhundert gehörte der Abtsberg der Abtei Sankt Maximin Grünhaus. Damals war der Abtsberg Teil des Herrenbergs. Die Abtei wurde überdies schon 966 zum ersten Mal erwähnt.
Während der Säkularisierungszeit unter der Herrschaft der Franzosen (1792-1815) wurde nahezu der gesamte kirchliche Weinbergsbesitz um ca. 1800 enteignet und zum Verkauf angeboten. Dies betraf jedoch nicht den Herrenberg. 1882 kaufte schließlich Carl Ferdinand Freiherr von Stumm-Halberg (1836-1901) das Weingut. Zu diesem Weingut gehörte ein umfangreiches Anwesen, das den naheliegenden Herrenberg umfasste. Der neue Besitzer baute das Weingut aus und trug dazu bei, die Weine des Herrenbergs weltweit bekannt zu machen. Der Herrenberg bestand damals aus dem Bruderberg und dem Abtsberg. Der Abtsberg galt allerdings als das Paradestück des Weinberges, von dem die besten Tropfen kamen. Daher beschloss man, die Parzellen dieses Weinbergs auszugliedern.

Der Weinberg

Der Weinberg ist nach Südosten ausgerichtet. Der Steilhang speichert dank seiner Devontonschieferböden viel Wärme und erreicht dadurch für die Ruwer hohe Durchschnittstemperaturen von 10,6 °C. Schließlich erstreckt sich der Hang auch über einen Höhenunterschied von mehr als 100 Metern. Die Steigung beträgt knapp 70 % und der Hang besteht aus Blauschiefer.