Der Weinberg Siefersheimer Heerkreetz befindet sich in gelb, orange und rot vorne. Die Felder sind links hinten. Hügel mit Wäldern sind im Hintergrund. Der Himmel ist blau.

Siefersheimer Heerkreetz

An der alten Heeresstraße

Der Ausdruck „Kreetz“ bedeutet so viel wie Kratzen, das meint, wer auf diesem Weinberg arbeitete, der musste „ordentlich kratzen“, um mit Steilhang klar zu kommen. Denn die schneidigen Winde trockneten die Oberflächen in diesen Steillagen aus wie Beton. Der Terminus „Heer“ bezieht sich auf eine alte Heeresstraße im Tal beim Heerkretz.

Neben dem „Siefersheimer Höllberg“ bietet der Weinberg „Siefersheimer Heekreetz“ die besten Bedingungen zur Herstellung von hochwertigen Weinen rund um den Ort Siefersheim. Diese Weinberge liegen in der größten deutschen Weinregion Rheinhessen.

Auferstehung

In den 90er Jahren geriet die Lage Siefersheimer Heekreetz“ in Vergessenheit. Auf den steilen Hängen wucherten Gräser, Büsche und Bäume, jedoch wuchsen dort kaum Rebstöcke. Die windige Lage war geprägt von Steinmauern und Steinbrüchen. Und bis zum heutigen Tage erkennen wir einige verbliebene Rhyolith-Steinbruchreste. Schon in der Namensgebung erkennen wir unschwer, welche Mühen und Anstrengungen die Bearbeitung des Steilhanges einforderte. Der Hang weist Neigungen von bis zu 60 %. auf. Siefersheimer Winzer haben die Lage seitdem fortwährend rekultiviert, indem sie viel Zeit, Mühe und Herzblut investiert haben.

Besondere Böden des Siefersheimer Heerkreetz

Heute ist die Lage für ihre vom Rhyolith geprägten Weine bekannt. Daneben durchziehen sogenannte melaphyrische Gesteine und Kalkbänder in einigen Bereichen die Weinberge. 

Der Steilhang erstreckt sich von 180 bis 280 Metern über das Normalhöhennull (NHN). Die Lage weist mit 1.680 Sonnenstunden im Jahr eine überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung auf.
Dieses Rhyolith-Gestein auf dem Weinberg Siefersheimer Heerkreetz ist Weiß, Gelb, Rot und Magenta