Vorne links sind einige Steine am Ufer des Flusses. In der Mitte des Bildes unten fließt die Mosel. Am rechten Ufer erhebt sich der steile Weinberg Thörnischer Ritsch. Am Himmel sind Wolken.

Thörnischer Ritsch

Extreme Steigung

Der Ausdruck „Ritsch“ heißt so viel wie „Rutsche“. Dieser Hang ist gerade auf der Moselseite enorm steil, denn dort hat dieser bis zu 80 % Steigung. Konrad Adenauer (1876-1967) nahm 1955 Weine von der Ritsch mit nach Moskau, um die Verhandlungen über Freilassung der Kriegsgefangenen zu führen.

Kleinteilige Strukturen

Obwohl die Thörnischer Ritsch nur über 22 Hektar Weinberg verfügt, unterscheiden sich ihre Parzellen teilweise enorm. Bis zu Flurbereinigung im Jahre 2016 gab es 112 Eigentümer. Einige der Parzellen bestanden sogar nur aus wenigen Rebstöcken. Heute gibt es immer noch 60 Eigentümer.

Die Thörnischer Ritsch an der Mosel

Der Bereich an der Mosel ist nach Süd-Südosten ausgerichtet, und hier ist der Hang besonders steil. Teilweise sind die Parzellen dem Hang entlang steil angelegt. Manche Parzellen bilden jedoch auch Terrassen. Im Osten endet dieser Bereich am Rande der Klüsserather Brüderschaft.

Im Seitental

Im Seitental gibt es Parzellen, die nach Südwesten ausgerichtet sind. Diese sind ebenfalls steil, wenn auch nicht immer ganz so steil wie die Parzellen auf der Moselseite. Die Böden der beiden „Ritschseiten“ bestehen aus blauen und grauen Tonschiefer-Verwitterungsböden. An manchen Stellen haben diese einen sichtbaren rötlichen Eisengehalt. Am unteren Ende verschafft der Kahlbach dem Weingarten einen Temperaturausgleich. Dieser kommt aus dem Norden und fließt auch an der Thörnischer Enggaß vorbei.

Goldene Trauben des Weinbergs Thörnischer Ritsch in der Mitte; Boden und Blätter um Traube herum