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Die Weinberge des Wintricher Ohligsberg färben sich im Bild bunt im Herbst. Vorne fließt der Fluss Mosel. Am blauen Himmel sind Wolken.

Wintricher Ohligsberg

In der Nachbarschaft berühmter Lagen wie dem Piesporter Goldtröpfchen oder der Brauneberger Juffer Sonnenuhr kann man den kleineren „Wintricher Ohligsberg“ schnell übersehen. Um das Jahr 1900 wurden hier einige der teuersten Weine Deutschlands geschaffen. Gerade in Zeiten des Klimawandels spielen insbesondere die Parzellen am Ende des kühleren Seitentals am Gondelbach ihre Stärken voll aus. Dort mündet auch der Gondelbach in der Mosel.

Herkunft des Namens „Wintricher Ohligsberg“

Der Ursprung des Namens der Lage ist wohl nicht sicher geklärt. Es sind zwei verschiedene Erklärungen vorhanden. Eine Erklärung besagt, dass sich der Name vom altdeutschen Ausdruck „Olig“, in der Bedeutung von „Öl“, herleiten soll. Es wird auch geschrieben, dass sich der Name von der nahe- liegenden Kapelle „Zum Oelberg“ hergeleitet haben soll.

Exposition, Klima & Boden

Die Einzellage „Wintricher Ohligsberg“ gehört zum Ort Wintrich und ist nach Südwesten und Westen ausgerichtet. Die Lage liegt direkt an der Mosel. Im Norden, Westen und Süden ist der 6,9 Hektar große Ohligsberg vom Weinberg Wintricher Großen Herrgott umgeben. Dabei gibt es an dem Weinberg Steilhänge mit bis zu 80 Prozent Steigung.

Dieser Weinberg hat eine lange Sonnenscheindauer und dennoch ist die Durchschnittstemperatur relativ niedrig. Sie kann über einen Grad niedriger ausfallen, verglichen mit dem „Piesporter Goldtröpfchen“ oder der „Brauneberger Juffer“. Dafür sorgen auch die kühlenden Winde, die aus dem Seitental am Gondelbach aus dem Mittelgebirge des Hunsrück an die Mosel herunterwehen.

Die Böden bestehen aus steinigem Tonschiefer mit einem hohen Gesteinsanteil. Das heißt, dass man im Steilhang verglichen mit anderen Weinbergen sehr viele Schiefersteine vorfindet. Die Besonderheit dieses blau-grauen Schiefers ist die hohe Durchsetzung mit Quarz.

Es ist ein Weingut und der Weinberg Wintricher Großer Herrgott mit einem Kreuz am Sonnenuntergang erkennbar. Am Ende des Weinbergs liegt der Weinberg Wintricher Ohligsberg.

Der Riesling vom „Ohligsberg“

Durch die Klima- und Bodenbedingungen entstehen Weine mit Blütenaroma im Bukett, Aromen von Kernobst, Citrus und insbesondere Grapefruit. Die Weine erhalten eine klare Struktur mit schmeckbarer eleganter Mineralität. Schließlich kann dank der etwas kühleren Temperaturen eine angenehme Säure erzeugt werden.

Haart Riesling Ohligsberger Grosses Gewächs trocken 2017

Das Traditionsweingut Reinholt Haart stellt im Ohligsberg einige anspruchsvolle Tropfen her. Dazu gehört das “Ohligsberger Grosses Gewächs”: Eine unvergleichbare Aromatik aus Zitrusfrüchten, tropischen Früchten und der Mineralität des Schiefers! 

Nachdem man den Wein in das Glas eingeschenkt hat, strömen dem Weingenießer Düfte von Grapefruit, Zitrusfrüchten und reifem Steinobst entgegen. Dann empfindet man auch die elegante metallische Kühle, also diese Schiefer-Mineralität. Diese ist in diesem Wein in besonders filigraner Weise ausgeprägt. Dies drückt sich in Form von verschiedenen Salzen sowie dezenten Gewürzen und Kräutern aus. Am Gaumen kommen tropische Früchte wie z.B. Ananas und vollreife Zitronen hinzu.

Im Moseltal fließt der Fluss. Überall sind die bunten herbstlichen Weinberge des Wintricher Ohligsberg erkennbar.