Man blickt auf die Rebzeilen des steilen Mosel-Weinberges Wellener Altenberg. Oben am blauen Himmel erkennt man viele Wolken.

Wellener Altenberg

Der Weingarten

Oben auf dem Bild erkennt man die steilen Weinberge aus Muschelkalk. Dies könnten einige der besten Parzellen des Wellener Altenberges sein. Sie liegen nahe am Nitteler Leiterchen. Dieser Hang ist nach Westen ausgerichtet und liegt nahe der Mosel an einer der schönen Schleifen, welche der Fluss schlägt. Diese Bedingungen bieten viel Sonne und damit verbunden Wärme, sodass Trauben gute Reifegrade erreichen können. Es sollten Bedingungen gegeben sein, die zur Herstellung hochwertiger Weine taugen. 

Die Böden könnten sich gut für französische Rebsorten wie zum Beispiel Pinot Noir und Chardonnay eignen. Auch der an der Obermosel alt-eingesessene Elbling kann auf Muschelkalk sehr gute Qualitäten hervorbringen, wenn die Erträge gezielt niedrig gehalten werden.

Erdgeschichte des Wellener Altenberges

Der obige Weinberg könnte Teil eines Wasserfalls gewesen sein. Weiter in Richtung nach Nittel erhebt sich der Dolomitfels, der vor dem Weinberg „Wellener Altenberg“ abrupt endet. Durch die beginnende Auffaltung der Alpen vor 65 Millionen Jahren wurde der Bereich vor dem Wellener Altenberg nach oben geschoben.

Bis vor ca. 150.000 Jahren floss die Mosel noch direkt am Nitteler Dolomitfels vorbei. Während der Eem-Warmzeit (klimatologisch die letzte Warmzeit) vor rund 120.000 Jahren floss der Wasserfall dann am heutigen Weinberg vorbei. Durch die Kraft der Wassermassen beseitigte die Mosel langsam diesen Wasserfall. Jahr für Jahr wurde immer mehr Geröll von der Kante des Wasserfalls abgetragen.