Weinbaukarten der Mittelmosel

Im Jahre 1868 veröffentlichte die preußische Verwaltung unter dem Steuerrat Clotten die erste Weinbaukarte der Mosel. Diese diente zur Klassifizierung der Weinberge zwecks Besteuerung. Die Weinbergsbesitzer und Weinbergs-Bewirtschafter mussten diese Steuern an den preußischen Staat abführen.

Bei den Weinversteigerungen und beim Weinhandel wurden je nach Qualität der Weine unterschiedliche Preise erzielt. In der Regel kamen die besseren Qualitäten auch von den besseren Lagen. Diese Weine erzielten höhere Preise und sollten dementsprechend besteuert werden.

Schon als die Karten erstellt wurden, waren sie sicherlich nicht perfekt. So sollen Orte, in denen viele evangelische Beamte wohnten oft niedriger besteuert worden sein. Da die Qualität von Wein noch heute, abgesehen von klaren Weinfehlern, bis zu einem gewissen Grad subjektiv bestimmt wird, folgt daraus ein weiteres Problem bei den Klassifizierungen. Dort wo Winzer eine gute Qualität aus dem Weinberg herausholten und diesen gut vermarkteten, entstand häufig auch ein besserer Ruf. Dieser ging mit höheren Preisen einher. Andere Lagen, die das gleiche Potential hatten, aber einen schlechteren Ruf, wurden daher oft geringer besteuert.

Unten wird die Lagenkarte der Mittelmosel in drei Bereiche eingeteilt.

Karte der Großlagen Probstberg & St. Michael - Interaktiv

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Karte der Großlagen Michelsberg und Kurfürstlay - Interaktiv

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Karte der Großlagen Badstube, Münzlay, Schwarzlay, Nacktarsch & Vom Heißen Stein - Interaktiv

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1 Wittlicher Klosterweg
2 Wittlicher Portnersberg
3 Wittlicher Bottchen
4 Wittlicher Felsentreppchen
5 Wittlicher Lay
6 Wehlener Nonnenberg
15 Graacher Abtsberg
19 Wehlener Klosterberg